Corylus Avellana

Corylus avellana ist die lateinische Bezeichnung für die gemeine Haselnuss. Sie gehört zur Familie der Birkengewächse. Im Frühling wächst sie schnell und breit. Daher steht sie auch für Jugendlichkeit. Die Nüsse werden schon seit über 11’000 Jahren von den Menschen verzehrt.

Weshalb nun dieser Name für meine Praxis? Weil sie solch eine uralte Pflanze ist und schon seit tausenden von Jahren von Menschen verwendet wird, steht sie für mich für das Ursprüngliche in uns, das es zu finden gibt.
Es gibt viele Gründe, weshalb die Haselnuss stellvertretend für Vieles in unserem Leben stehen kann. Auf sie sind z.B. viele Menschen allergisch. Man kann Allergien auch von einer ganz anderen Seite behandeln und nicht nur mit den klassischen Medikamenten. Hinter einer Allergie steckt viel mehr, als nur eine Überreaktion unseres Körpers.
Auch steht die Haselnuss für Fruchtbarkeit. Bei Kinderwunsch und unerfülltem Kinderwunsch kann die Naturheilkunde unterstützend helfen. Bei Mann und Frau beiderseits.
Aber auch, weil sie eine Licht-liebende Pflanze ist. Wir alle benötigen manchmal, vor allem im Winter, einen Lichtblick im Leben. Oder wenn wir dabei sind, zu stagnieren, nicht mehr wissen, was oder wer wir sind und wohin wir gehen möchten. Die Haselnuss ist eine sehr starke (und magische) Pflanze. Deshalb verwendet man sie noch heute als Ruten-Holz, um z.B. Wasseradern oder sonstige Energiequellen zu finden, da sie leitend wirkt. Als Schutzpflanze ist sie auch gebräuchlich. Deshalb wurde sie wohl vor vielen tausend Jahren zum Bau von Hütten benutzt.

In früheren Zeiten glaubte man, dass ein aus Haselnusszweigen geflochtenes Kreuz Zahnschmerzen und Schlangenbisse heilen kann.

Das Holz der Haselnuss ist so stabil und flexibel, dass man damit Kränze binden kann, ohne dass die Zweige brechen. Man könnte das nun auf uns übertragen, indem wir versuchen, unser Innerstes zu stabilisieren, sodass wir in jeder Situation und in jeder Lebenslage gefestigt stehen können, ohne uns selbst zu verlieren oder daran zu zerbrechen.

In der Phytotherapie kann man vieles vom Haselnussstrauch verwenden.
Die Blütenkätzchen finden Anwendung in der klassischen Grippe-Zeit bei Erkältungen.
Das Holz kann man als Wünschelrute verwenden, aber auch bei Verletzungen.
Die Nüsse finden in der Küche Verwendung, aber auch zur Konzentrations- und Nervenstärkung.
Das Haselnussöl hilft (neben beim Einsatz in der Küche) sehr gut bei Dehnungsstreifen, Falten und generell für die Hautpflege im Gesicht.

Die Haselnuss ist eine unscheinbare Pflanze, die gerne von vielen übersehen wird. Manche sehen sie auch als Unkraut und holzen sie in ihren Gärten ab. Dabei birgt diese Pflanze so viel Wissen und Ursprüngliches in sich, das wir auch in uns selber drin haben, es jedoch nicht mehr finden können, weil wir es verlernt haben. Die Haselnuss steht für mich als Symbol, zurück zu unseren Ursprüngen zu gehen und unser wahres Selbst zu finden. Auch wenn es nur ein ganz kleines Lichtlein ist, das wir erblicken werden. Das ist besser, als nie ein Stück von uns zu erkennen.